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Erheblich schnelleres wellenförmiges Schruppen (Waveform) mit EDGECAM 2021

Zeitsparende Funktionen in neuer Software-Version 

Neue und verbesserte Funktionen in der neuesten Version von Hexagons CAD/CAM-Software EDGECAM steigern die Produktivität der Kunden durch kürzere Verarbeitungszeiten und schnellere Werkzeugwege.

Eine Reihe dieser Produktivitätssteigerungen wird durch die Verkürzung der Berechnungszeiten erreicht, indem die Fähigkeit zur parallelen Verarbeitung in EDGECAM 2021 verbessert wurde. Zwei der gängigsten Bearbeitungszyklen – Schruppen und Profilschlichten – profitieren von Verbesserungen der Multithreading-Algorithmen.

Drei bedeutende Faktoren für Zeiteinsparungen: EDGECAMs weltweit führende Strategie im wellenförmigen Schruppen (Waveform) ist jetzt deutlich schneller bei der Erzeugung von Werkzeugwegen sowohl für Festkörper als auch für Drahtgitter-Komponenten. Markt- und Product Manager Miguel Johann erklärt: „Zahlreiche Benchmark-Tests zeigen eine 30-prozentige Verbesserung der Berechnungszeiten im Vergleich zur Vorgängerversion. Bei Verwendung der Hinterschnitt-Funktion des Profilschlichtzyklus wurden Einsparungen zwischen 40 und 60 Prozent erzielt, abhängig von der Größe und Komplexität des Teils. Durch Verbesserungen der Softwarearchitektur wird eine durchschnittliche Zeitersparnis von 70 Prozent beim ersten Starten der Simulation erzielt.“

Die radikale Überarbeitung der Messfunktionalität dreht sich um acht neue Zyklen, die Unterstützung bei der Programmierung einer Vielzahl von maschineninternen Messzyklen bieten. Die NC-Ausgabe der Zyklen kann so konfiguriert werden, dass sie die vorhandenen m&h-Makros von Hexagon sowie viele andere gängige Messsysteme für verschiedene Steuerungen und native Sprachen von Siemens- und Heidenhain-Steuerungen unterstützt.

Auf spezifische Kundenwünsche hin wurden sechs neue oder aktualisierte Befehle in den Prüfvor­gang eingeführt. Dazu zählt die Möglichkeit, bestehende Merkmale global zu bearbeiten und das Lay­out sowohl von linearen als auch von rechteckigen Array-Merkmalen spezifisch zu steuern.   

Der Planfräszyklus bietet als eine der meistgenutzten Strategien in EDGECAM jetzt eine bessere Werkzeugwegsteuerung, kürzere Zykluszeiten sowie geringeren Werkzeugverschleiß und kann so po­ten­ziell die Lebensdauer der Werkzeuge verbessern.

Neben Zeitersparnissen bietet die neue Option „Gebietsweise abarbeiten“ auch einen gleichmäßigeren Werk­zeugweg, bei dem jedes Segment einer Komponente fertig bearbeitet wird, bevor die Bearbeitung in einem anderen Bereich weitergeht. Eine weitere Neuerung, die Strategie „Zeilenspirale“ (von außen nach innen), sorgt für intelligentere Werkzeugwege und reduziert die Zykluszeiten. Bisher dauerte eine Bearbeitung mit dem Stirnfräszyklus länger, wenn er entweder auf „Gleichlauf“ oder „Gegenlauf“ eingestellt war, da eine immer eine Verbindungsbewegung zum nächsten Startpunkt erfolgte, um die nächste Vorschubbewegung ausführen zu können. Jetzt wird diese Zeit durch die neue Strategie reduziert, da der Fräser im Eingriff bleibt. Die neue Funktion „Ecke überlappen“ garantiert keine Fräsgänge ohne Materialabtrag, so dass kein überschüssiges Material auf einer Oberfläche zurückbleibt.

Die Erweiterungen zum Sekundären An- und Abfahren im Zyklus „Einstechschlichten“ für Drehmaschinen gibt mehr Kontrolle für Verbindungsbewegungen. Anwendungstechniker Mike O'Neill erklärt: „Nutenmerkmale gibt es in allen Formen und Größen und sie sind nicht immer symmetrisch. EDGECAM 2021 enthält ein Dialogfeld für die sekundäre Führungsbewegung. Beim Abschluss der gegenüberliegenden Seite eines Nutenmerkmals kann der Anwender jetzt spezielle Anfahr- und Abfahr-Bewegungen im Zyklus einsetzen.“

Eine weitere Verbesserung für das Drehen beinhaltet mehr Kontrolle bei der Arbeit mit Winkel­drehwerkzeugen. Zwei neue Modifikatoren, „Ecke“ und „Sperren“, ermöglichen einen „Dynamischen Schneidenpunkt“, der bei allen Ausrichtungen die gleiche Position in Bezug auf die Wendeplatte beibehält.

Schwalbenschwanz-Fräser, die in der Vorgängerversion von EDGECAM eingeführt wurden, können jetzt im Profilschlichtzyklus sowohl in Fräs- als auch in Drehumgebungen eingesetzt werden. Volumenkörper und Flächen können in Verbindung mit der Hinterschnitt-Funktion für rückseitige und andere kollisionsfreie Werkzeugwege ausgewählt werden. Außerdem wurde auf Kundenwunsch die Funktion „Schütze Volumenmodell“ im Profilschlichtenzyklus verbessert, um sicherere Werkzeug­wege bei der Verwendung der Befehle „Mehrere Durchgänge“ und „Volumenflächen auswählen“ zu ermöglichen.“   

Die Version 2021 enthält zwei wichtige neue Funktionen für die Konfiguration von Werkzeug­ma­schinen zur Nutzung bewährter Verfahren. Die Kinematik linearer Revolverdreh­maschinen wurde mit variabler Steigung und Mehrachsenunterstützung auf Werkzeugaufnahmeblöcken erweitert. Mit einem einfachen Schalter im Postprozessor-Assistenten kann die genaue Position der verschiedenen Werkzeugplätze auf einem Revolver festgelegt werden, so dass es im Maschinensimulator angezeigt wird.

Beim Einsatz von MTM-Maschinen werden jetzt auch in Winkelkopfaufsätzen montierte Werkzeuge unterstützt. Diese Art der Werkzeugkonfiguration wird seit einigen Jahren in der Fräsum­ge­bung von EDGECAM eingesetzt. MTM-Anwender profitieren daher von einer ausgereiften Funktion, die gründlich erprobt und getestet wurde.

Schließlich beinhaltet das Drahterodieren eine neue Strategie für den Befehl zum Einrichten von Drähten und erweiterte Controller-Unterstützung. Die Drahterodier-Strategie für das Taschen-Schruppen unterstützt branchenspezifische Verfahren, die es Anwendern ermöglicht vier separate NC-Dateien für das Taschen-Schruppen, Steg-Schruppen, und die Schlichtgänge zu erzeugen. Technologietabellen für Charmilles und ONA AV wurden hinzugefügt, zusammen mit einer verbesserten Unterstützung für eine Reihe von Mitsubishi-Steuerungen.

 

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